WerbungWerbungWerbung
 
(KOF/LMJ) Am heutigen Sonntag feiert die orthodoxen Kirche den 50. Tag nach Ostern, das Pfingstfest. Im Unterschied zur westlichen Tradition handelt es sich dabei allerdings um ein trinitarisches Fest - man feiert die göttliche Dreiheit. Das besondere Fest des Heiligen Geistes findet allerdings direkt am folgenden Tag, dem Montag der Pfingstoktav statt. Diese komplette Woche ist, Mittwoch und Freitag eingeschlossen, fastenfrei, da am Montag darauf die Fastenzeit vor dem Hochfest Peter und Paul (29.06.), beginnt.


Die orthodoxe Pfingstliturgie kennzeichnet sich durch einige Besonderheiten. So ist es zum Beispiel in slawischer Tradition üblich, grüne Gewänder zu tragen. Gleichzeitig breitet man am Boden der Kirche Gras (in griechischer Tradition Blätter) aus, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass die Heilige Dreiheit der Grund allen Lebens, ja DER Lebensspender schlechthin ist, wie es ja auch im Cherubikon besungen wird: "Der lebenschaffenden Dreiheit singen wir den Hymnus des Dreimal-Heilig". Ferner erinnert dieses Zeichen sicherlich auch daran, dass der 50. Tag nach dem jüdischen Pessah, die "Pentekoste", als Fest der Erstlinge der Ernte, also gewissermaßen als landwirtschaftliches Fest begangen wurde.

Als erste Antiphon und als Prokimenon wird heute ein Zitat aus Psalm 18 (19) verwendet:

"Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, vom Werk seiner Hände kündet das Firmament."


Zum kleinen Einzug singt man in feierlicher Weise Ps 20 (21), 14:

"Erhebe dich, Herr, in deiner Kraft, so wollen wir mit Lied und Spiel deine Stärke preisen!

und es folgt: "Rette uns, guter Paraklet, die wir dir singen: Alleluia"


Auch das Troparion und Kondakion verweist auf das Geheimnis der Heiligen Dreiheit und erinnert an die Geschehnisse des Pfingsttages:

"Gepriesen seist du, Christus unser Gott, denn du hast Fischer zu Weisen gemacht, als du den Heiligen Geist gesandt und durch sie den Erdkreis in dein Netz geholt hast: Menschenfreundlicher, Ehre sei dir!" (Troparion)

"Einst stieg der Höchste herab, verwirrte die Sprachen und zerstreute die Völker. Als Er die Feuerzungen verteilte, da rief Er alle zur Einheit. Einstimmig preisen wir nun den Allheiligen Geist." (Kondakion)

weiter siehe Link:
 
weiterführender Link: http://cms2.katholisch-orthodoxe-freundschaft.de/index.php?option=com_content&task=view&id=132&Itemid=1
Kontakt-Email: ludwig@k-o-f.de
 
hochgeladen von:
www.katholisch-orthodoxe-freundschaft.de
am: 08.06.2009
um: 11:29:28
4404 mal angezeigt
Orthodoxes Pfingstfest (und Ikone)
Um dieses Medium als Favoriten hinzufügen oder es an einen Freund senden zu können, müssen Sie sich einloggen!