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Vom: 07. August 2010



Eine Idee kann heute auf verschiedene Weise weitergegeben werden, durch Presse, Radio, Fernsehen, Film… Ob diese Idee in breiten Kreisen der Menschheit Wurzeln schlägt und weiterlebt, hängt aber von den Zeugen ab. Eine Idee lebt, solange es Menschen gibt, die für sie leben und sich für sie opfern. Wer von einer Idee überzeugt ist, kann andere überzeugen.

Als Jesus seine Apostel aussandte, sagte Er nicht zu ihnen: „Ihr werden Meine Boten sein!“, sondern „Ihr werdet Meine Zeugen sein!“ (Apg. 1,8). Auf diese Weise – und nur auf diese Weise – wurde er christliche Glaube verbreitet und wird es heute noch. Heute, in einer Zeit, in der über den Glauben so viel geschrieben und gesprochen wird, breitet sich eine tiefe Glaubenskrise aus, weil es wenige Zeugen gibt. Auch auf allen anderen Gebieten des Menschlichen Lebens ist das der Fall: So viele Ideen und Initiativen sind untergangen, aber nicht, weil sie nicht genügend bekannt gewesen wären, sondern, weil es keine Zeugen gegeben hat, die sie in ihrem Leben in überzeugendem Maße verwirklicht hätten.

Zeugnisauftrag für die Seher
Die Erscheinungen von Medjugorje dauern schon viele Jahre an. Viele fragen sich, warum eigentlich so lange? Die Mutter Gottes hat die Hauptbotschaften doch schon in den ersten Monaten gegeben, warum erscheint sie weiterhin? Sie hat dann, eine lange Zeit hindurch, jeden Donnerstag eine Botschaft für die Pfarrei von Medjugorje gegeben. Jetzt gibt es für die Pfarrei einmal im Monat eine Botschaft. Trotzdem erscheint die Mutter Gottes den Sehern nach wie vor jeden Tag. Warum?
Ich finde auf die Frage keine plausiblere Antwort, als dass die Mutter Gottes diese jungen Menschen zu ihren Zeugen erziehen will. Und sie legen tatsächlich Zeugnis ab! Trotz ihrer menschlichen Schwäche sin diese junge Leute in ihrem Glaubensleben sehr gewachsen, und sie legen Zeugnis ab von ihren Erlebnissen. Durch die geduldige Art, wie sie mit den Pilgern umgehen, durch ihr Beten und Fasten für die Kranken tragen die Seher in hohem Maße bei zur Verbreitung der Botschaften der Mutter Gottes.

Die Rolle der Pfarrei Medjugorje
Schon in der zweiten Donnerstags-Botschaft an die Pfarrei, am 8.3.1984, sagte die Mutter Gottes, was sie mit der Erwählung dieser Pfarrei beabsichtigt: „Bekehrt euch ihr in der Pfarrei! So werden sich alle jene bekehren können, die hierher kommen.“ Damit ist die Rolle dieser Pfarrei klar umrissen. Nicht zufälligerweise ist dies der Ort, wo die Gottesmutter erscheint, sondern diese Pfarrei ist auserwählt und für das Schicksal der Botschaften verantwortlich. Dieser Auftrag wurde in den Donnerstags-Botschaften wiederholt betont. So heißt es zum Beispiel am 16.8.1984: „Ich bitte besonders euch aus der Pfarrei, dass ihr meine Botschaften lebt und sie an andere weitergebt, denen ihr begegnet.“
Damit die Pfarrei diesen Auftrag erfüllen kann, wird sie von der Mutter Gottes ständig daran erinnert, sie soll ganz Gott gehören und sich für Sein Wirken öffnen, indem sie auf die Botschaften hört. Die Mutter Gottes verbirgt nicht ihre Liebe zu dieser Pfarrei. Zugleich aber hält sie mit allem, was geschieht, in der Pfarrei das Bewusstsein wach, dass sie eine Verantwortung hat für die Verwirklichung von Gottes Plan: „Zuerst müsst ihr die Botschaften annehmen und dann die anderen.“ (6.2.19869
Besonders eindrucksvoll hat die Muttergottes in der Botschaft vom 8.5.1986 von dieser Verantwortung gesprochen, als sie von der Gnadenquelle in dieser Pfarrei sprach und die Pfarrkinder Gefäße nannte, die da sein sollen, um aus dieser Quelle Gnaden zu schöpfen und diese Gnade dann an andere weiterzugeben.

Von allen wird Zeugnis erwartet
Wenn diese Pfarrei für andere auserwählt ist – und das ist sie -, dann gilt alles, was an sie gerichtet ist, auch für alle jene, die nach Medjugorje kommen. Wir sollen die Botschaften leben und sie mit dem Leben bezeugen. Selbstverständlich wird über Medjugorje, wie über jedes interessante Phänomen, viel geschrieben. Aber man soll nicht glauben, es genüge, die Botschaften der Muttergottes nur auf diese Weise zu verbreiten und die Menschen nur so für sie zu begeistern. Nur wer sich selbst auf dem Weg der Umkehr befindet, kann andere zur Umkehr bewegen. Für Gebet und Fasten kann man andere nur dann begeistern, wenn man selbst betet und fastet und Früchte davon zeigt.

In der Kirche von heute mangelt es nicht an Lehren und Lehrern, es fehlt aber an Zeugen. Zur Glaubenskrise kommt es immer dann, wenn zwischen Lehre und Leben eine Kluft besteht. Das heißt konkret, die Krise entsteht nicht im Verstand, der nicht fähig wäre, zu begreifen, sondern sie entsteht im Herzen, das zu schwach ist, die Forderungen des Glaubens zu erfüllen. Dann fragt man sich, ob man auch ohne diese Forderungen auskommen könnte, und so rüttelt man an den Glaubenssätzen selbst. Zu den Glaubenszweifeln kommt es meistens durch das Versagen auf dem Plan des praktischen christlichen Lebens.

Wenn zum Beispiel in einer Familie geflucht wird, so wird dadurch der Keim des Glaubens im Herzen der Kinder erstickt. Wenn die Eltern nicht beten und wenn sie ihren Kindern nicht Zeugen des Glaubens sind, indem sie den Sonntag heilig halten – wie kann man da noch erwarten, dass ihre Kinder es tun? Die Mutter Gottes will durch ihre Botschaften erreichen, dass die einzelnen Menschen und die Familien innerlich gesunden und so zur Gesundung der ganzen Kirche beitragen. Sie hat das mit einer Pfarrei begonnen, von der sie sagt, sie soll Zeichen und Ansporn für andere sein. darin zeigt sich noch einmal, dass unser Glaube vom Glauben anderer lebt und wir alle füreinander verantwortlich sind.

Dr. Ivan Dugandzic, OFM

Quellennachweis: aus "Medjugorje Gebetsaktion Maria – Königin des Friedens", Wien
 
 
hochgeladen von:
tannenbaum38
am: 07.08.2010
um: 14:39:29
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"Ihr werdet meine Zeugen sein"
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