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Während seiner Brasilien-Reise im Mai hat Papst Benedikt XVI. eine ?Fazenda da Esperança?, zu deutsch ?Hof der Hoffnung?, besucht, ein von ?Kirche in Not? maßgeblich unterstütztes Zentrum für Drogenrehabilitation in Guaratingueta bei São Paulo. --
Die Idee zur ?Fazenda da Esperança? hatte der deutsche Franziskaner Hans Stapel (Foto), der 1979 als Seelsorger in Brasilien auf das Drogenproblem gestoßen sei. Für straffällig gewordene und drogenabhängige Jugendliche habe ?Frei Hans?, wie er in Brasilien genannt wird, eine Bleibe gesucht. 1983 sei die erste Fazenda mit Wohnhäusern, Stallungen, einer ausgedehnten Landwirtschaft und bald auch kleinen Handwerksbetrieben entstanden. Ein Jahr lang werde dort Sucht- und Drogenabhängigen auf der Basis christlicher Nächstenliebe gelehrt, neuen Sinn im Leben zu finden. Durch Arbeit, Gemeinschaft und katholische Spiritualität sei die Erfolgsquote der Einrichtung außerordentlich hoch. 84 Prozent der Klienten würden langfristig drogenfrei.

Mittlerweile bewohnen 1.500 Jugendliche 43 Fazendas in mehreren Ländern. Pater Hans Stapel ist Präsident der brasilianischen Sektion von ?Kirche in Not? und gehört dem internationalen Führungsgremium unseres Hilfswerks, dem Generalrat, an. In Deutschland gibt es seit 1998 eine Männer- und eine Frauenfazenda in der Nähe von Berlin. Die damalige Familienministerin Claudia Nolte hat Frei Hans nach einem Besuch in Brasilien dazu gedrängt, nach Deutschland zu kommen, und die Höfe der Hoffnung zum ?Modellprojekt? gemacht. Ein weiterer Hof der Hoffnung ist jetzt in Irsee im Ostallgäu eröffnet worden. -- Im Gespräch mit Volker Niggewöhner von KIRCHE IN NOT erläutert Pfarrer Georg Schlütter, der Leiter der Fazenda in Irsee, das erfolgreiche Prinzip dieser Drogenrehabilitation.
 
 
hochgeladen von:
Speckpater
am: 02.04.2008
um: 13:52:15
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Wege aus der Droge: Die Fazendas da esperanca (1)
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