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Josyp Terelja ist ein griechisch-katholischer Priester, der in der Sowjetzeit das Haupt des Zentralkomitees der ukrainischen Katholiken, Mitbegründer der Initiativgruppe zur Verteidigung der Rechte von Gläubigen und Kirche und Herausgeber der Chronik der katholischen Kirche in der Ukraine war. Insgesamt 23 Jahre musste er in Gefängnissen, Straflagern und psychiatrischen Kliniken verbringen.

Am 6. März 1977 schrieb er auf einem Lappen Kattun an Papst Paul VI.: „Bittere Zeiten sind für die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine angebrochen. Wir, die Gläubigen dieser Kirche, sind gezwungen, im geheimen unsere Kinder taufen zu lassen, im geheimen zu heiraten, zu beichten und beerdigt zu werden. Unsere Priester seufzen in Lagern und psychiatrischen Anstalten: sie werden psychisch zerstört… Ich lebe in einem Staat, in dem es ein Verbrechen ist Christ zu sein. Niemals vorher sind die Gläubigen der Kirche Christi solchen Verfolgungen ausgesetzt gewesen, wie heute. Den ukrainischen Katholiken wurde alles genommen: das normale Familienleben, die Freiheit des Wortes, die Feier der Liturgie unserer Kirche. Wir sind in den Katakomben! Für das Wort Gottes wird der lebendige Geist gekreuzigt. Von den 34 Jahren meines Lebens habe ich 14 Jahre in Gefängnissen, Konzentrationslagern und psychiatrischen Anstalten verbracht… Ohne eine Gegenaktion aller christlichen Kräfte ist das Ende der Verbrechen in der atheistischen Welt nicht zu erwarten.“

Ungebrochen blieb er in all der Zeit der Not und Verfolgung, denn er war gewiß: „Jede Prüfung hört einmal auf und wir warten auf das Ende unseres Kreuzweges, danach kommt die Auferstehung!“


Heute vor 25 Jahren (18.09.1987) erlangte er die Freiheit.

Foto von: Msgr. Ivan Dacko (August 1983)
 
weiterführender Link: www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2009/09-04-patriarch-josyf-slipyj-ukraine-25-todestag
Kontakt-Email: niggewoehner@kirche-in-not.de
 
hochgeladen von:
Speckpater
am: 18.09.2012
um: 12:02:05
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Josyp Terelja
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