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Der heilige Johannes Nepomuk ist nicht nur in seiner böhmischen Heimat, sondern auch in Süddeutschland und Österreich als Märtyrer des Beichtgeheimnisses bekannt. In Mähren wird dafür zusätzlich der heilige Johannes Sarkander verehrt. Weniger bekannt, weil bisher nicht selig- oder heiliggesprochen, ist der Glatzer Kaplan Andreas Faulhaber, den der Preußenkönig Friedrich II. zum Tode am Galgen verurteilen ließ, obwohl er wusste, dass Faulhaber unschuldig war. Dass die Legende und manche Geschichtsbücher in diesem preußischen König, der den Krieg als legitimes Mittel der Politik betrachtete, immer noch „den Großen“ sehen, wurde 2012 bei der Feier zu seinem 300. Geburtstag wieder deutlich. Bis zum Ende der Hohenzollern und ihrem Sturz 1918 in Preußen konnten sie verhindern, dem Märtyrer Faulhaber Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Erst nach dem Ersten Weltkrieg gingen Katholiken in Glatz daran, einen Seligsprechungsprozess einzuleiten, doch die Vertreibung aller Deutschen aus der Grafschaft nach dem Zweiten Weltkrieg hat diesen Bemühungen ein vorläufiges Ende gebracht. Das Martyrium des Glatzer Priesters wurde jedoch von Professor Georg Siegmund 1969 in den Beiträgen zur schlesischen Kirchengeschichte und 1980 in einer Broschüre, erschienen im Echter-Verlag, gewürdigt.

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Speckpater
am: 24.10.2017
um: 14:12:20
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Kaplan Andreas Faulhaber – ein Märtyrer des Beichtgeheimnisses unter dem Preußenkönig Friedrich II. (von Rudolf Grulich)
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