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Die katholische Dichterin Gertrud Fussenegger zum 250. Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe.

Lesung auf dem Kongress des katholischen Hilfswerks "Kirche in Not" am 25. Juni 1999.

Moderation Michael Ragg & Alexandra Maria Linder

Foto: Gertrud Fussenegger bei einer Autogrammstunde während des Kongresses "Treffpunkt Weltkirche" 2008 in Augsburg.

Gertrud Fussenegger (Prof. Dr. phil.; * 8. Mai 1912 in Pilsen, Böhmen, +19. März 2009 in Linz) war eine österreichische Schriftstellerin. Sie war in erster Ehe mit dem Bildhauer Elmar Dietz, in zweiter Ehe seit 1950 mit Alois Dorn, ebenfalls Bildhauer, verheiratet und hatte fünf Kinder sowie 12 Enkelkinder.

Als Tochter des k.u.k.-Hauptmannes Emil Fussenegger wurde Gertrud am 8. Mai 1912 in Pilsen geboren. Nach den ersten Lebensjahren in Neu-Sandez (Galizien), Dornbirn (Vorarlberg) und Telfs (Tirol) lebte sie nach dem Tod der Mutter in Pilsen, wo sie 1930 ihr Abitur am Realgymnasium machte. Anschließend entschied sie sich für ein Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten von Innsbruck und München, welches sie 1934 mit einer philosophischen Dissertation über den zweiten Teil des altfranzösischen Rosenromans abschloß ("Gemeinschaft und Gemeinschaftsbildung im Rosenroman von Jean Clopinel von Meun"). Zwei Jahre später stellten sich die ersten Erfolge ihrer schriftstellerischen Tätigkeit ein, die sie seither kontinuierlich fortführt.

Während des Zweiten Weltkrieges und danach lebte sie in München und Hall in Tirol. 1961 zog sie nach Leonding bei Linz, wo sie lebt und schreibt und ihren Hobbies Wandern und Schachspielen nachgeht.

Gertrud Fussenegger, bekannt als die "Grande Dame der Österreichischen Literatur", ist Mitglied des P.E.N., der Humboldt-Gesellschaft, des "Turmbund" und der Sudetendeutschen Akademie sowie Ehrenmitglied des österreichischen Schriftstellerverbandes. Für die "Frankfurter Anthologien" von Marcel Reich-Ranicki was sie ebenfalls tätig. Von 1977 bis 1979 und 1984-1985 war sie Mitglied der Jury des damals noch renommierten Ingeborg-Bachmann-Preises in Klagenfurt.

Von 1999 an trat Gertrud Fussenegger viermal bei verschiedenen Kongressen des katholischen Hilfswerks Kirche in Not auf. Zuletzt zog sie 2008 in der Augsburger Kongresshalle unter dem Titel "Mein Leben, mein Jahrhundert, mein Glaube" eine Bilanz Ihres Lebens.

Der Schwerpunkt des schriftstellerischen Schaffens von Gertrud Fussenegger liegt neben lyrischen Stücken in der Verarbeitung historischen Materials, meist in Form von Romanen und Erzählungen, zu denen sich in den letzten Jahren Essays, Werke für Kinder und einige Biografien gesellen.

Gertrud Fussenegger gehört zu den namhaftesten Schriftstellerinnen deutscher Sprache. Ihr umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Der Roman «Zeit des Raben, Zeit der Taube» ist eine Dichtung von brennender Aktualität, die der Frage nachgeht, ob es dem Menschen gelingen kann, in seiner Gottferne die durch ihn entfesselten Naturgewalten zu bändigen. Quelle: kathpedia
 
weiterführender Link: www.fussenegger.de/leseecke/leseproben/goethe.htm
 
hochgeladen von:
Speckpater
am: 06.08.2019
um: 19:46:32
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Gertrud Fussenegger: "Goethe und wir Katholiken"
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