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Den Franziskanerinnen von Vöcklerbruck wurden in den Salzburger Nachrichten vom 19.11. schwere Diskriminierungsvorwürfe gemacht. "Mittelalterlich und Diskriminierend" empfinden sie die Aufnahmekriterien für eine Volksschule in Salzburg.
Der Artikel im Wortlaut:
Volksschule: Ärger über Bubenquote
Schulstreit. 50 Prozent Buben, 50 Prozent Mädchen. In der Volksschule ist das Geschlecht ein Aufnahmekriterium.
"Eine Bubenquote, wo gibt es denn das?" Der Vater eines angehenden Volksschülers in der Stadt Salzburg ist fassungslos. Der Mann hatte seinen Sohn für das kommende Schuljahr in der privaten katholischen Volksschule in der Schwarzstraße angemeldet. Die Schule untersteht dem Orden der Franziskanerinnen Vöcklerbruck.
Das Kind wurde abgelehnt. die Begründung: es gäbe sonst zu viele Buben in der Klasse. Gleich erging es anderen Eltern und ihren Söhnen. Eine solche Vorgehensweise sei mittelalterlich und diskriminierend, beklagen Eltern. Sie legen bei der Aufhahme Wert darauf, dass in den zwei Klassen gleich viele Buben und Mädchen sitzen, sagt Schulleiterin Elisabeth Schneider-Brandauer. "Das ist bei uns eine Regel, die sich bewährt hat.
"Bis vor sechs Jahren war die Schule nur Mädchen vorbehalten. "Jedes Jahre werden mehr Buben angemeldet", betont die Schulleiterin. Heuer seien sie auffallend stark in der Überzahl. "Auf der Warteliste stehen 53 Buben, jeden Tag kommen neue Anfragen." Sie habe auch für alle Mädchen Platz. 20 sind vorgemerkt.
Insgesamt kämen auf jeden Platz vier Anmeldungen, sagt Schneider- Brandauer. Es sei sehr schwierig zu entscheiden.
Drei Viertel Katholisch
Ein weiters Kriterium ist die Religionszugehörigkeit. So wird darauf geachtet, dass drei Viertel der Kinder der katholischen Kirche angehören. Man achte aber darauf, auch Kinder anderer Religionsgemeinschaften aufzunehmen, erklärt Schneider-Brandauer. Das sei im Leitbild verankert, um den Kindern Toleranz beizubringen. Außerdem bekommen Geschwisterkinder einen Fixplatz.
Was die Eltern noch irritiert, ist die Methode, das Los entscheiden zu lassen, wer die verbleibenden Plätze bekommt. "Jetzt haben sie uns jahrzehntelang beigebracht, dass Männer und Frauen gleich sind, und dann das", wettert ein Vater. "Mein Sohn bekommt ja Minderwertigkeitskomplexe."
Schneider-Brandauer sei eine kompetente Leiterin, die Wert auf Ausgewogenheit lege, sagt zu den Vorwürfen Johannes Schwarzmann, der pädagogische Geschäftsführer des Vereins für Bildung und Erziehung der Franziskanerinnen, in dm alle 25 Bildungseinrichtungen des Ordens in Österreich zusammengeschlossen sind. Pädagogisch könne man die Aufteilung nach Geschlechtern argumentieren, meint Schwarzmann. Die Quote sei aber im Orden nicht die Regel, die Schulleiter hätten weitgehend freie Hand.
Er könne die Aufnahmekriterien in Privatschulen nicht steuern, sagt Landesschulratspräsident Herbert Gimpl. er begrüßt, dass sich die Schule für koedukativen Unterricht geöffnet habe.
Drei bis vier Mal überbucht ist auch die...
 
 
hochgeladen von:
HectorProtector
am: 20.11.2008
um: 22:04:41
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Dauer: 2:30
Schwere Diskriminierungsvorwürfe gegen Franziskanerinnen
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